Das neueste aus uetersen

Fair Trade and "Fair Trade Town" - Fluch oder Segen?

23.11.2019 - Da hat es doch die CDU Fraktion mit Mehrheit der Stimmen im Hauptausschuss und der Ratsversammlung geschafft, der Verwaltung den Auftrag zu geben, dass sich Uetersen um den Titel „Fair Trade Town“ bewerben soll. Wir hatten dagegen gestimmt, weil nach unserer Überzeugung der dafür zu treibende Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen wird, und weil wir wissen, dass es zahlreiche Kommunen gibt, die diesen Titel schon zurückgegeben haben.

Fair Trade ist vom Grundgedanken ja nicht schlecht: in Entwicklungsländern in Südamerika, Afrika und Asien den dortigen Rohstoffproduzenten ein geregeltes, auskömmliches Einkommen zu ermöglichen. Aber wer profitiert denn letztendlich davon? Die Produzenten müssen sich bei Fair Trade doch zunächst einmal für viel Geld einkaufen. Was macht der Interessent, der nicht die nötigen Gelder zur Verfügung hat? Und wem kommt der Mehrwert zugute, der durch vergleichsweise höhere Preise des Endprodukts erzielt wird? Doch nicht dem Rohstoffproduzenten.

 

Fair Trade (Fairer Handel) bedeutet für uns, dass nicht nur der Grund-/ Rohstoff angebaut wird, sondern dass auch die weitere Verarbeitung und damit die Wertschöpfung im Produktionsland verbleiben sollte, d.h. dass z.B. die Kakaobohne oder die Rohbaumwolle lokal zum fertigen Produkt verarbeitet wird. Es ist doch dann letztendlich egal, ob ein Container mit Säcken voller Kakaobohnen oder Rohbaumwolle oder den fertigen Produkten zum Versand kommt.

 

Für mich persönlich bedeutet Fair Trade auch, dass ich meine benötigten Produkte hier in Uetersen oder auch in Elmshorn jeweils bei mir bekannten Produzenten lokal auf dem Wochenmarkt einkaufe und zu gewissen Zeiten auf „exotische“ Produkte – z.B. zu Weihnachten auf für viel Geld aus Afrika eingeflogene Erdbeeren – verzichte.

Heinrich Wehner

FDP Fraktionsvorsitzender

Ratsherr


FDP Uetersen

konkret · konstruktiv · kritisch

Der FDP Ortsverband Uetersen ist ein verhältnismäßig kleiner, aber sehr lebendiger Ortsverband mit einer guten Mischung aus älteren und jungen Mitgliedern. Mit einer eigenen Fraktion machen wir seit Mai 2018 wieder aktive Kommunalpolitik. Zwei Ratsherren und mehrere bürgerliche Mitglieder sind in den Gremien der Ratsversammlung der Stadt Uetersen vertreten.

 

Der enge Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern ist uns wichtig. Auf Infoständen und in Veranstaltungen diskutieren wir die Themen, die sie berühren.

Die Anregungen, die wir dort erhalten, fließen in die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen mit ein.

Infostand der FDP im Gespräch mit den Bürgern 2018
Die Liberalen im Gespräch mit den Bürgern - 2018


FDP und CDU - Verloren und doch gewonnen

Entscheidung zu Straßenbaubeiträgen

Die beste Nachricht: Für Beleuchtungseinrichtungen gibt es, rückwirkend zum 26.01.18, keine Beteiligung der Anlieger mehr.

Das war ein einstimmiger Beschluss der Ratsversammlung am 24. März.

Dann war es aber auch schon vorbei mit der Eintracht. SPD und BfB stimmten mit den Grünen gegen den CDU und FDP-Antrag, die Straßenbaubeiträge völlig abzuschaffen. Ein Kompromissvorschlag von CDU und FDP wurde, dank der Unterstützung durch die Grünen, dann doch mit Mehrheit (13 gegen 11) angenommen. Die Höhe der Straßenbaubeiträge wurde rückwirkend zum 26.01.2018 um 20 Prozentpunkte gesenkt, also auch für die Anlieger von Eichenweg und Hochfeldstraße wirksam. Das war leider das beste, was als Kompromiss möglich war.

Wir bleiben aber dran: wenn die Landeszuschüsse fließen, werden wir erneut um eine Abschaffung kämpfen. Ob das für Hochfeldstraße und Eichenweg auch möglich sein wird, ist fraglich. Danken wir BfB, SPD und Grünen! (Vorsicht, Sarkasmus!)