Das neueste aus uetersen

Wie läuft das mit der Bürgermeisterwahl am 25.Oktober?

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, denn am 25.10.2020 wird in Uetersen ein neuer Bürgermeister/eine neue Bürgermeisterin gewählt.

 Nachdem die FDP-Fraktion die fünf Bewerber/innen auf dieses Amt in einer Frage- und Vorstellungsrunde in die Fraktion eingeladen hatte, wollten wir auch die Bürger/innen gern noch einmal gezielt auf diese Wahl aufmerksam machen. Deshalb veranstalteten wir am 25.9. auf dem Markt einen Infostand. Dazu meint Heinrich Wehner, Ratsher und Fraktionsvorsitzender: "Wir wollten dabei keine Empfehlung für eine bestimmte Person abgeben, sondern die Bürger/innen auffordern, sich an der Wahl zu beteiligen."

Wir waren sehr überrascht, dass sehr viele Passanten unser Anliegen, die Uetersener Bürgerschaft zur Wahl zu animieren, sehr positiv aufgenommen haben. Das Team der FDP (Ratsfrau Stephanie Hochsprung zusammen mit den bürgerlichen Mitglieder Rudolf Engels und Norbert Zeplien) konnte viele gute Gespräche führen. Innerhalb von drei Stunden hatten sich sogar 22 Bürgerinnen und Bürger die Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten.

Wenn das Ergebnis im Sinne einer Umfrage formal-statistisch auch nicht repräsentativ ist, so zeigt es doch die Tendenz, dass die meisten Befragten durchaus etwas über die Kandidaten und den Hintergrund des Bürgermeisteramtes wissen.

Rudolf Engels zog das Fazit: "Die Uetersener Bürgerinnen und Bürger wissen größtenteils Bescheid".

Unser Ziel, die Uetersener Bürger zur Wahl zu motivieren und den/die Bürgermeister/in als Führungskraft an der Spitze der Verwaltung und als unabhängigen Repräsentant der Stadt gegenüber den umliegenden Gemeinden, dem Kreis und dem Land zu erkennen, hat sich erfüllt.

Hier einige Ergebnisse:

86 % wussten den Wahltermin / nur 57% allerdings kannten alle Kandidaten mit Namen / nur 24% hielten es für wichtig, dass der/die Kandidat(in) aus Uetersen stammt / ca. 75% waren der Meinung, dass die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielt bzw. Parteilosigkeit von Vorteil ist. / 90% der Befragten erwarten vom/von der neuen Bürgermeister(in) hervorragende Führungsqualitäten / immerhin ca. 70 Prozent konnten sachlich richtige Aussagen zum Unterschied Bürgermeister versus Bürgervorsteher machen / erstaunlich war, dass nur 48% die in etwa genaue Einwohnerzahl Uetersens kannten.

Als Erwartung an die Verwaltung für die Zukunft wurde unter anderem genannt:

"Mehr Drive", "Frischer Wind", "Mehr Weitsicht".

Als gut gemeinten Rat an den/die neue Bürgermeister/in wurden genannt:

"Konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung" - "Authentisch bleiben / Durchhalten" -

"Gutes Miteinander Verwaltung und Selbstverwaltung" - "Eine gute / starke Hand" - 

„Sich mehr um behinderte Menschen kümmern“ und einiges mehr.

Autoren: H. Wehner und R. Engels

 


Fair Trade and "Fair Trade Town" - Fluch oder Segen?

23.11.2019 - Da hat es doch die CDU Fraktion mit Mehrheit der Stimmen im Hauptausschuss und der Ratsversammlung geschafft, der Verwaltung den Auftrag zu geben, dass sich Uetersen um den Titel „Fair Trade Town“ bewerben soll. Wir hatten dagegen gestimmt, weil nach unserer Überzeugung der dafür zu treibende Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen wird, und weil wir wissen, dass es zahlreiche Kommunen gibt, die diesen Titel schon zurückgegeben haben.

Fair Trade ist vom Grundgedanken ja nicht schlecht: in Entwicklungsländern in Südamerika, Afrika und Asien den dortigen Rohstoffproduzenten ein geregeltes, auskömmliches Einkommen zu ermöglichen. Aber wer profitiert denn letztendlich davon? Die Produzenten müssen sich bei Fair Trade doch zunächst einmal für viel Geld einkaufen. Was macht der Interessent, der nicht die nötigen Gelder zur Verfügung hat? Und wem kommt der Mehrwert zugute, der durch vergleichsweise höhere Preise des Endprodukts erzielt wird? Doch nicht dem Rohstoffproduzenten.

 

Fair Trade (Fairer Handel) bedeutet für uns, dass nicht nur der Grund-/ Rohstoff angebaut wird, sondern dass auch die weitere Verarbeitung und damit die Wertschöpfung im Produktionsland verbleiben sollte, d.h. dass z.B. die Kakaobohne oder die Rohbaumwolle lokal zum fertigen Produkt verarbeitet wird. Es ist doch dann letztendlich egal, ob ein Container mit Säcken voller Kakaobohnen oder Rohbaumwolle oder den fertigen Produkten zum Versand kommt.

 

Für mich persönlich bedeutet Fair Trade auch, dass ich meine benötigten Produkte hier in Uetersen oder auch in Elmshorn jeweils bei mir bekannten Produzenten lokal auf dem Wochenmarkt einkaufe und zu gewissen Zeiten auf „exotische“ Produkte – z.B. zu Weihnachten auf für viel Geld aus Afrika eingeflogene Erdbeeren – verzichte.

Heinrich Wehner

FDP Fraktionsvorsitzender

Ratsherr


FDP Uetersen

konkret · konstruktiv · kritisch

Der FDP Ortsverband Uetersen ist ein verhältnismäßig kleiner, aber sehr lebendiger Ortsverband mit einer guten Mischung aus älteren und jungen Mitgliedern. Mit einer eigenen Fraktion machen wir seit Mai 2018 wieder aktive Kommunalpolitik. Zwei Ratsherren und mehrere bürgerliche Mitglieder sind in den Gremien der Ratsversammlung der Stadt Uetersen vertreten.

 

Der enge Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern ist uns wichtig. Auf Infoständen und in Veranstaltungen diskutieren wir die Themen, die sie berühren.

Die Anregungen, die wir dort erhalten, fließen in die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen mit ein.

Infostand der FDP im Gespräch mit den Bürgern 2018
Die Liberalen im Gespräch mit den Bürgern - 2018


FDP und CDU - Verloren und doch gewonnen

Entscheidung zu Straßenbaubeiträgen

Die beste Nachricht: Für Beleuchtungseinrichtungen gibt es, rückwirkend zum 26.01.18, keine Beteiligung der Anlieger mehr.

Das war ein einstimmiger Beschluss der Ratsversammlung am 24. März.

Dann war es aber auch schon vorbei mit der Eintracht. SPD und BfB stimmten mit den Grünen gegen den CDU und FDP-Antrag, die Straßenbaubeiträge völlig abzuschaffen. Ein Kompromissvorschlag von CDU und FDP wurde, dank der Unterstützung durch die Grünen, dann doch mit Mehrheit (13 gegen 11) angenommen. Die Höhe der Straßenbaubeiträge wurde rückwirkend zum 26.01.2018 um 20 Prozentpunkte gesenkt, also auch für die Anlieger von Eichenweg und Hochfeldstraße wirksam. Das war leider das beste, was als Kompromiss möglich war.

Wir bleiben aber dran: wenn die Landeszuschüsse fließen, werden wir erneut um eine Abschaffung kämpfen. Ob das für Hochfeldstraße und Eichenweg auch möglich sein wird, ist fraglich. Danken wir BfB, SPD und Grünen! (Vorsicht, Sarkasmus!)